Der Heimatverein Exten bietet Ihnen interessante Gästeführungen an. Sind auch Sie neugierig auf skurrile  Geschichten, kulturelle Besonderheiten, Schönheiten der Natur, dörfliches Leben und vieles mehr?  "Gästeführung der besonderen Art!"  Die Führungen sind auch zu anderen Terminen  für Gruppen buchbar. Buchen Sie Ihren zusätzlichen Wunschtermin für Ihren Geburtstag, das Klassentreffen, die Familienfeier, den Betriebsausflug ...!



Exten
"Historisches Exten"
1120 Jahre Geschichte an der Exter


Führungsthematik:
- Besichtigung der alten Taufkirche
- die Geschichte des Rittergutes und der Adelsfamilien von Eckersten und von Wartensleben
- entlang der Exter, vorbei an der 7200 Jahre alten Mooreiche
- die Geschichte der Koch'schen Mühle aus dem 15. Jahrh.

 

zusätzlich buchbar:

- Besuch der "Heimatstube Exten - museum für dorfkultur"
- Besichtigung des "Unteren Eisenhammers" an der Exter
- Besichtigung des "Oberen Eisenhammers" an der Exter
- plattdeutsche Führung durch Bio Landwirt Willi Mohrmann
Exten
Termine: nach Vereinbarung

Dauer: ca. 2,5 Std.
Preis: 4,50 €/Pers., Kinder frei

evtl. + 2,50 €/Pers. Eintritt Eisenhammer





Bernd KirchhoffGästeführer:

Bernd Kirchhoff

Als "Extener" und 2. Vorsitzender des Heimatvereins kann Bernd Kirchhoff einen Einblick in das historische und moderne Exten geben. Die Führung ist eine Zeitreise in vergangene Epochen, gespickt mit Anekdoten aus dem Extener Dorfleben.

Tel.: 0 57 51/24 01 o. 01 73/3 51 05 05 - E-Mail: über das Kontaktformular

 


 

aus der Schaumburger Zeitung:

Willi Mohrmann
Döneken

Friedrich Mohrmann, Bio-Landwirt aus Exten, bietet Dorfführungen auf Plattdeutsch an. Foto: Claudia Masthoff

Um interessierte Besucher so richtig in die alten Zeiten zu entführen, hat sich der Extener Heimatverein etwas Neues überlegt: Man könnte die Dorfführung doch auch auf Plattdeutsch anbieten. Im Klang des Dialektes würden die Geschichten und Anekdoten gleich viel lebendiger werden.

Originale, wie der alte Pastor, der auch mal direkt vom Misthaufen steigt, kurz die Stiefel abbürstet, den Talar überstreift und dann eine Trauung vornimmt, versteht man auf Platt gleich viel besser.

Außerdem schwingen im Dialekt die Langsamkeit der damaligen Zeit und eine ganze Portion Menschlichkeit mit. Auf Platt kann man so manchen Querkopf, Pechvogel oder Sonderling eher humorvoll auf die Schippe nehmen, und ihn sogar besonders schätzen, weil er den Stoff für so viele wunderbare Geschichten liefert.

Kenner dieser Dorfgeschichten und zudem des Plattdeutschen mächtig ist Bio-Landwirt Friedrich Mohrmann. Der soll dann auch die geplanten Führungen leiten. In seinem Elternhaus war Platt noch die Umgangssprache, und er selbst fällt, wenn er im Stall und auf dem Feld arbeitet, auch gern wieder in den Dialekt seiner Kindheit zurück. Mit etwa zwanzig anderen Freunden des Schaumburger Dialektes trifft Mohrmann sich regelmäßig am letzten Dienstag des Monats in der Pizzeria „Fabio“ am Exter Bahnhof. Dort frischt er seine Erinnerungen auf. Bei „Fabio“ erzählt man sich gegenseitig die alten Döneken, also kleine witzige Geschichten, kramt im Gedächtnis nach bisher unbekannten Geschichten und freut sich, gemeinsam Plattdeutsch sprechen zu können.

Dorfführungen des Heimatvereins gibt es auf Anfrage. Schulklassen, Vereine oder auch private Gruppen können sich für die unterschiedlichsten Themenschwerpunkte, also auch für die plattdeutsche Variante, an Bernd Kirchhoff, den zweiten Vorsitzenden des Vereins, wenden, Telefon (0 57 51) 24 01.

„Besuchen Sie ruhig meine plattdeutsche Führung, auch wenn Sie kein Platt können. Ich übersetze natürlich, wenn nötig“, ermutigt Friedrich Mohrmann „So lernen Sie auf jeden Fall etwas dazu.“


© Schaumburger Zeitung, 05.06.2015 Autor: Claudia Masthoff


aus der Schaumburger Zeitung:

Neue Rastplätze, mehr Infos, bessere Route
 
Rinteln (rd). In Rinteln sind im nächsten Jahr im Juli deutlich mehr Radtouristen zu erwarten, als sonst und das hat einen besonderen Grund: Das „Büro am Fluss“, ein Verein, der die Weser vermarktet, hat zu einer Sternradtour aufgerufen. Rintelnern ist das „Büro am Fluss“ gut bekannt durch das große Floß, das 2008 am Weseranger festgemacht hat. Für die Sternradtouren werden eine Reihe von touristischen Angeboten ausgearbeitet mit Pauschalangeboten für Radler, auch Vereine und Gruppen sollen noch vorgestellt werden. Der Weserradweg behauptet nach wie vor einen Platz unter den beliebtesten Fernradwegen in Deutschland und die Kommunen am Radweg tun jedes Jahr viel dafür, dass das auch so bleibt. Rinteln hat bekanntlich auch gegen Widerstände im Rat, ein Teilstück am Weseranger aufgewertet. 465 Kilometer lang ist der gesamte Weserradweg von Hannoversch Münden bis Cuxhaven, doch das beliebteste Teilstück ist die Route durch das Weserbergland, wozu auch Rinteln gehört – wie die Übernachtungszahlen hier untermauern. Im Internet findet man von verschiedenen Anbietern Komplettpakete mit Übernachtungen zu Preisen von 200 bis 700 Euro für die Woche, einschließlich eines Leihrades, mit Übernachtungen in Jugendherbergen bis zur Gourmet-Tour.

Besonders beliebt ist dieser Abschnitt auch deshalb, weil hier der Weserradweg besonders gut ausgebaut ist. Neu angelegt werden soll ein neuer Rastplatz bei Engern. Seit dem Jahr 2000 hat die EU die Ausgestaltung dieser Strecke im Rahmen der Leader-Programme mit 343 000 Euro unterstützt; Kommunen, Städte und Landkreise haben insgesamt die stattliche Summe von 691 000 Euro zugeschossen.

„Es geht nicht alles, was man gerne hätte,“ stellt Heiko Wiebusch von der Planungs- und Ingenieurgesellschaft in Hameln, Regionalmanager des Leader-Förderungsprogramms der EU, für diesen Bereich fest, der alle Beteiligten an einen Tisch bringt. In diesen Runden werden Ausbau der Strecke, Beseitigung von Gefahrenquellen, Bau einheitlicher Rastplätze, Schaffung von Erlebnisräumen und Themenrouten diskutiert, das sind auch die Ziele der Förderung durch die EU. Der Leitsatz lautet: „Weser erleben“, betont Wiebusch.

So wurden Schotterabschnitte des Weserradwegs durch Verbundpflaster ersetzt und weitere Teilstücke auf vom Autoverkehr abgekoppelte separate Wege verlegt. Es entstanden auch Rastmöglichkeiten der besonderen Art mit Kunstwerken. Tafeln am Wegesrand informieren die Nutzer über ihren Standort und seine Besonderheiten. Zudem wurden Themenrouten über insgesamt 140 Kilometer im Nahbereich der Weser erarbeitet, etwa „Kirchen und Klöster“, mit Abstecher zum Möllenbecker Kloster. Als neue Route ist das „Bauernland“ in Arbeit. Bis 2010 soll der Rastplatz in Großenwieden erweitert werden – mit Sanitäranlagen im Fährhaus.

Auch für Rinteln ein wichtiger Aspekt, denn viele Radler nutzen die Weserfähre, um nicht dem Weserradweg zu folgen, sondern die parallele Strecke über Hohenrode zu nehmen. Hier ist der Radweg inzwischen bis Exten durchgebaut worden, wo man dann auf den Wirtschaftsweg parallel zur Umgehungsstraße auf den Exter Weg weiterfahren kann. In Hohenrode lädt das in diesem Jahr neu eröffnete Café direkt an der Landesstraße zu einer Pause ein.

© Schaumburger Zeitung, 19.11.2009