Fertigstellung der Heimatstube verzögert sich – Wiedereröffnung jetzt für Mai angepeilt

 Die Heimatstube in Exten erscheint schon jetzt deutlich überschaubarer
Die Heimatstube in Exten erscheint schon jetzt deutlich überschaubarer. pk

Exten. Eigentlich hätten die Umbauarbeiten in der Heimatstube bis Ende des Jahres 2012 abgeschlossen sein sollen. So war zumindest der Plan. Aber der entpuppte sich als illusorisch. Trotzdem ist die Heimatstube schon jetzt kaum wiederzuerkennen.

 

Aus den einst mit rund 2000 Ausstellungsstücken vollgestopften Räumen, die eher an einen Krämerladen als an ein Museum erinnerten, sind in den vergangenen Monaten ausgesprochen helle und übersichtliche Räumlichkeiten geworden. An den Wänden hängen bereits weiße Banner, auf denen über verschiedene Themen zu lesen ist: von den Herrschafts- und Arbeitsverhältnissen über Handwerk und Industrie bis zu Kunst und Musik. Dazwischen sind bereits einzelne größere Ausstellungsstücke zu bestimmten Themen, wie Schulalltag oder Korbflechterei, aufgebaut. Doch bis zur Wiedereröffnung am 18. Mai ist noch viel zu tun, wie die mit der Organisation des Umbaus betraute Carolin Krämer von der Carl-von-Ossietzky-Universität in Oldenburg am Telefon einräumt.

Die Kernsanierung ist abgeschlossen, die Ausstellungsstücke sind inventarisiert und zum Teil in einem eigens angemieteten Depot auf dem Rittergut in Exten untergebracht. Dafür wurde ein Großteil des bestehenden Budgets in Höhe von 56 000 Euro Fördergeldern, gesponsert von der Stadt Rinteln, dem Land Niedersachsen, Wesergold, der Schaumburger Landschaft und Privatleuten, bereits aufgebraucht. „Aber es ist noch genug Geld übrig, um jetzt noch das nötige Mobiliar einzukaufen“, sagt Krämer, die selbst aus Exten stammt. Gemeint sind „bewusst schlicht gehaltene“ Vitrinen für die Ausstellungsstücke – die laut Krämer ja für sich sprechen sollen. Außerdem fehle es noch an ein paar Gestaltungselementen. Dazu kommen im ersten Raum noch drei Stellwände, auf deren Vorder- und Rückseiten Themen, wie Krieg, Trauer und der Glaube, abgehandelt werden. Und im Vorraum wird es eine Ausstellung mit Familienfotos geben „und leeren Rahmen für alle, die noch dazukommen“.

Schließlich brauche es jedoch noch mehr „Manpower“, freiwillige Helfer, die bei der Beschriftung der Schilder für die Ausstellungsobjekte helfen. „Wer helfen möchte, melde sich bitte bei Horst Vöge (dem Vorsitzenden des Heimatvereins Exten; Anm. d. Red.)“, regt Carolin Krämer an.

Am Ende wird die Heimat-stube deutlich luftiger erscheinen als zuvor. Krämer hat die Ausstellungsstücke von rund 2000 auf 200 bis 300 reduziert. Trotzdem, merkt Krämer an: Die Heimatstube wird nicht wie ein kahles und relativ leeres Museum wirken, sondern seinen „Charakter mit der ordentlichen Fülle einer Heimatstube“ behalten – „aber ohne das Chaos von vorher“.

 © Schaumburger Zeitung v. 07.01.2014

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